EBG Newsletter 2018 Perspektiven – Grundbedarf in Emerging Markets und nachhaltige Technologien als Wachstumstreiber

McKinsey schätzt, dass sich der weltweite Konsum zwischen 2013 und 2025 verdoppelt. Gut die Hälfte des Wachstums kommt aus den Emerging Markets. In diesen Regionen finden sich auch noch solide Marktsegmente mit moderaten Bewertungen. Aktives Investieren zahlt sich entsprechend aus. 90% der institutionellen Investoren in UK beabsichtigen gemäss einer kürzlichen Umfrage ihre Emerging Markets-Allokation zu halten oder gar zu erhöhen. EBG erachtet vor allem diejenigen Bereiche als attraktiv, welche essentielle Produkte und Dienstleistungen für die rasch wachsende Bevölkerungs-Schicht mit noch bescheidenem Einkommen anbieten. Dank dem defensiven Charakter dieser Anlagen bei gleichzeitig hoher Nachfrage bleiben die Risiken moderat. Zudem eröffnen innovative, technologie-unterstützte Geschäftsmodelle neue Perspektiven für bedarfsgerechte Angebote und eine effiziente Distribution, auch in ländlichen Gebieten. Die Bedeutung von Digital Finance in Emerging Markets zeigt beispielhaft die Studie von McKinsey.

Das Gewicht von Nachhaltigkeit & Impact als wesentliche Einfluss-Faktoren in der institutionellen Kapitalanlage nimmt weiter zu. Während aktuell noch die Anwendung einzelner ESG-Ausschlusskriterien dominiert, geht die Entwicklung in Richtung tiefgreifender Integration – in der Investment-Analyse und im Reporting. Klimawandel und CO2 sind bekannte Beispiele dafür. Neue Themen gewinnen an Fahrt und werden von bedeutenden institutionellen Anlegern getragen. So sind der ökonomische Schaden von Tierfabriken und die damit verbundenen Risiken mittlerweile gut analysiert und begründet. Aufhorchen lässt, wenn ein erfolgreicher Private Equity-Pionier wie Jeremy Coller dagegen mobil macht – und mit ihm gewichtige institutionelle Anleger. Die von ihm lancierte FAIRR-Initiative vereint mittlerweile Anlagegelder von insgesamt über USD 4 Billionen. EBG Investment Solutions AG ist Mitunterzeichnerin und überzeugt, dass der nachhaltigen und fairen Produktion gesunder Nahrungsmittel ein grosser Aufschwung bevorsteht.

Der anhaltende Boom in der Technologie-Innovation verbreitert das Spektrum für nachhaltige Lösungen wie den effizienten Zugang zu elementarer Gesundheitsberatung oder Finanzdienstleistungen für finanziell weniger privilegierte Menschen. Ein Beispiel aus dem Non-Profit Segment ist die Firma Plastic Bank mit Sitz in Vancouver: Sie hat mit Hilfe von IBM eine mobile Bankenapplikation entwickelt, die erstmals in Haiti eingeführt wurde. Blockchain-Technologie ermöglicht es, einen fairen Preis für gesammelten Plastik zu erzielen und damit entweder Online-Einkäufe im lokalen Markt zu tätigen oder direkt Dienstleistungen wie z.B. Schulkosten für Kinder zu begleichen.

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